So gesund ist rohes Getreide wirklich

Getreide essen die meisten von uns nur in gebackener oder gekochter Form, aber wir zeigen dir, wie gut rohes Getreide für dich wirklich ist. Der Rohverzehr bringt einige Vorteile mit sich, die wir dir in diesem Artikel näher vorstellen werden. Du erfährst ausserdem, welche Sorten sich dafür eignen und wie du sie roh am besten zubereitest. Bekomme unsere neuesten Artikel in deine Inbox.

Was sind die Vorteile von rohem Getreide?

Zum einen bietet dir der Rohverzehr eine Möglichkeit, Abwechslung in deine Küche zu bringen. So kannst du beispielsweise mit Weizen- oder Hirsesprossen eine ganz neue Komponente in dein Repertoire aufnehmen.

So gesund ist rohes Getreide wirklich - Öl auf Getreide - k8-eHeHidB64IA-unsplash

k8 @ unsplash.com

Auch hitzeempfindliche Nährstoffe bleiben durch den Verzehr in roher Form in den Körnern erhalten. Getreide enthalten viele B-Vitamine, welche für unseren Stoffwechsel unentbehrlich sind. Gerade diese sind hitzeempfindlich.

Durch die alternative, rohe Zubereitung können ausserdem Nährstoffe entstehen und Antinährstoffe abgebaut werden. So sind Sprossen reich an Vitamin C und gleichzeitig wird beim Keimprozess Phytinsäure abgebaut, welche die Aufnahme von Mineralien hemmt.

Welche Getreide eignen sich für den Rohverzehr?

Eins vorweg: Rohes Getreide sollte im Idealfall nur in bester Bio-Qualität verzehrt werden. Nur dadurch kann man sichergehen, dass die Schadstoffbelastung so niedrig wie möglich oder, im besten Fall, nicht existent ist.

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Nachfolgend eine Auflistung der verschiedenen Getreidearten und für welche Art von Zubereitung sie sich eignen. Generell kann man sagen, dass sich die normalen Getreide vielfältig roh zubereiten lassen. Die kleinen Körner einiger Pseudogetreide eignen sich fürs Einweichen hingegen nicht so gut, da sie eine sehr harte Schale haben.

Getreide

Pseudogetreide

Die verschiedenen Zubereitungsmethoden für rohes Getreide

Keimen

So gesund ist rohes Getreide wirklich - Weizen_gekeimtDer Vorteil des Keimens liegt darin, dass sich die Nährstoffkonzentration des Getreides verändert. Beim Weizen wurde festgestellt, dass sich der Gehalt an Vitamin C (plus 600 %), Vitamin E (plus 300 %) und B-Vitaminen (plus 20–1200 %) nach dem Keimen vervielfacht.

Ausserdem werden dabei unerwünschte Inhaltsstoffe wie Phytine abgebaut. Werden diese aufgenommen, sorgen sie dafür, dass gewisse Mineralstoffe schlechter vom Körper resorbiert werden. Somit würde ein Teil der guten Nährstoffe im Getreide gar nicht bei uns ankommen.

Der Keimling, der beim Keimen entsteht, sorgt zudem dafür, dass die harte Schalte von Getreiden wie Hirse oder Amaranth aufgebrochen wird. Auch Hafer oder Weizen sind so angenehmer zu essen.

Zudem sind Sprossen eine willkommene Abwechslung in der Küche. Sie können das gewisse Etwas im Salat sein oder auch als crunchy Zugabe in Müeslis gemischt werden.

Zum Keimen braucht man nur Keimgläser, welche man an einen hellen Ort stellt. In diese füllt man die zu keimenden Getreide und spült das Glas täglich zwei- bis dreimal durch. Nach ein paar Tagen lassen sich kleine Keimlinge erkennen, die aus den Körnern herauskommen.

Die Keimdauer hängt hauptsächlich von der Temperatur ab. Eine grobe Faustregel sind 2–3 Tage, danach kannst du sie im Kühlschrank aufbewahren. Dort halten sie ca. eine halbe Woche, sollten aber täglich durchgespült werden, um die Entwicklung von Bakterien einzudämmen.

Vorteile des Keimens

  • Abbau von unerwünschten Stoffen wie Phytinsäure
  • Erhöhter Gehalt an Vitaminen
  • Ermöglicht Rohverzehr von Getreide mit harter Schale
  • Ohne grosse Investitionen möglich
  • Neue kulinarische Optionen

Einweichen

So gesund ist rohes Getreide wirklich - Weizenkörner eingeweichtBeim Einweichen von Körnern wird der Gehalt an Antinährstoffen wie Phytinsäure verringert und die Verdaulichkeit erhöht. Ausserdem macht es die Getreide angenehmer zu essen, da die Schale aufweicht.

Am besten lässt du deine Getreide über Nacht zum Einweichen bei Zimmertemperatur stehen. Das gibt ihnen genügend Zeit zum Quellen und sorgt für eine leichte Milchsäurefermentation, wodurch das Getreide noch gesünder wird. Wir versorgen dich regelmässig mit Neuigkeiten über gesunde Ernährung.

Das Einweichwasser solltest du am Morgen wegschütten und die Körner abspülen, bevor du sie verwendest.

Sie schmecken z. B. sehr lecker mit etwas Früchten oder als Getreidesalat, ergänzt mit rohem Gemüse. Alternativ dazu kannst du die eingeweichten Körner nach dem Abgiessen auch im Mixer mit Obst pürieren, sodass ein Brei entsteht.

Vorteile des Einweichens

  • Abbau von Antinährstoffen
  • Wenig Zeitaufwand
  • Erhöht die Verdaulichkeit und das Geschmackserlebnis
  • Keine Investitionen nötig

Flocken

Wenn du gerne Haferflocken oder Müesli isst, dann ist dies die perfekte Methode, um dein Getreide roh zu verzehren. Alles, was du dafür brauchst, ist eine Flockenquetsche. Diese gibt es entweder elektrisch oder handbetrieben. Eine elektrische Flockenquetsche empfiehlt sich, wenn du oft Müesli isst oder keine Lust hast, selbst zu kurbeln.

Flockst du dein Müesli selbst, kannst du die Grundzutaten dafür selbst auswählen. Du bist nicht angewiesen auf einen Mix aus dem Supermarkt, sondern kannst bestes rohes Getreide in Bio-Qualität verwenden. Dadurch verzichtest du auf unnötigen Zucker aus den Fertigprodukten und bekommst gleichzeitig mehr Nährstoffe. Wir empfehlen dir, beim Getreidkauf darauf zu achten, dass die Körner ungedarrt, also nicht erhitzt sind. Wegen leichterer Lagerbedingungen wird Getreide nämlich auch für Bioläden meistens gedarrt.

Zeitgleich kannst du dein Müesli in Rohkostqualität geniessen. Denn handelsübliche Flocken sind mit Wasserdampf behandelt, damit sie formstabil bleiben und nicht ranzig werden. Deine selbstgemachten Flocken brauchst du hingegen nicht mit Wärme behandeln. Für die optimale Bekömmlichkeit empfiehlt sich ein Einweichen vor dem Verzehr.

Vorteile des Flockens

  • Einbindung von rohem Getreide in bekanntes Essen
  • Verzicht auf Fertigmischungen und Verzicht auf Zucker
  • Frische Flocken sind viel nährstoffreicher als gelagerte
  • Grössere Auswahl an möglichen Bio-Getreidesorten

Alternative zum Rohverzehr: gutes Mehl

Wie du siehst, bringt der Rohverzehr von Getreide einige Vorteile mit sich. Da sind auf der einen Seite die besseren Nährwerte und Verdaulichkeit, auf der anderen Seite ein gesteigertes Ess-Erlebnis, sei es durch die Individualisierung deines Müeslis oder durch die Abwechslung, die Sprossen bieten.

Trotz dieser Aspekte ist rohes Getreide nicht jedermanns Sache. Es gibt jedoch eine Alternative: Ein schonendes Mahlverfahren ist der Schlüssel zu einem hohen Nährstoffgehalt im Brot. Hitzeempfindliche Nährstoffe können dadurch erhalten bleiben und Proteine werden nicht denaturiert.

Empfehlenswert ist Mehl, welches mit dem Zentrofan-Mahlverfahren hergestellt wurde. Dabei wird das Korn mit Hilfe eines zirkulierenden Luftstroms und eines feststehenden Mahlsteins gemahlen. Dadurch hat das Vollkornmehl nicht nur einen unerreichten Feinheitsgrad, sondern behält seine Rohkostqualität. Im Frohkost-Onlineshop findest du solche Provital-Mehle. Bleibe fit und abonnier unseren Newsletter.

Wir wünschen dir viel Spass beim Ausprobieren der verschiedenen Möglichkeiten und hoffen, dass auch etwas für deinen Gaumen mit dabei ist!

 

Cover-Bild: daria nepriakhina @ unsplash.com

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