Hafer – wohlschmeckend und wertvoll, wahrhaftig einer der „alten Sorte“

Ein Blick in die Geschichte verrät uns, dass der Hafer viel älter ist als Weizen, Gerste und auch Reis. Schon der bekannte Arzt Hippokrates zählt ihn zu den Heilpflanzen.

Dennoch wird dem Hafer in der schon etwa 10.000 Jahre währenden Getreidezucht erst seit vergleichsweise kurzer Zeit Beachtung geschenkt: Der niedrigere Ertrag und die aufwändige Weiterverarbeitung nach der Ernte machen ihn aus wirtschaftlicher Sicht weniger attraktiv als Weizen, Roggen und Co. Auch deshalb übertrifft der Hafer alle durch lange Zucht veränderten Getreidesorten in puncto Vitalstoffgehalt deutlich!

Hafer - Nackt oder süss - Hafer im Brot - unsplash aleskrivec

alexkrivec @ unsplash.com

Was ihn jedoch vor allen anderen Getreidesorten auszeichnet, ist sein unvergleichlicher Geschmack: Nichts wird so gerne frisch im Brei oder Müesli verzehrt wie der Hafer; darum ist er traditionell kein typisches Brot-Getreide, ein gewisser Hafermehlanteil allerdings macht Brot haltbarer. Bekomme unsere neuesten Artikel in deine Inbox.

Hafer und Nackthafer, keimfähig und attraktiv?

Damit der Hafer für uns überhaupt geniessbar ist, muss er beim Erntevorgang geschält, von der fest mit dem Korn verwachsenen Spelze befreit werden. Gleichzeitig wollen viele Ernährungsbewusste die Keimfähigkeit des Korn erhalten.

Roh-Hafer gegen handelsüblichen

Genau hier liegt jedoch das Problem: Handelsüblicher Hafer (auch Saat- oder Spelzhafer genannt), wird nach der Ernte maschinell von der Spelze getrennt. Dies ist ein ziemlich grober Prozess, bei dem ein grosser Teil der Körner beschädigt wird. Neben dem Verlust der Keimfähigkeit führen diese Verletzungen dazu, dass Luftsauerstoff an normalerweise geschützte Teile des Korns gelangt. Hierdurch würden die in allen Hafersorten reichlich vorhandenen wertvollen Fette ranzig.

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Um diesen Vorgang zu unterbrechen, wird der Hafer erhitzt. So erhält er auch den für uns gewohnten angenehm süsslichen Geschmack und wird lagerfähig – büsst aber viele seiner hitzeempfindlichen Vitalstoffe ein.

Nackthafer – am besten unerhitzt

Anders verhält es sich beim Nackthafer, auch Spriesskornhafer genannt. Hierbei handelt es sich um eine andere Züchtung, bei der das Korn beim Dreschen unbeschädigt von der Spelze befreit werden kann. Daher braucht es im Nachgang weniger hoch erhitzt werden, kann keimfähig und sogar rohköstlich bleiben.

Hafer - Nackt oder süss - Körner - pixabay NomeVisualizzato

NomeVisualizzato @ pixabay.com

In der Praxis ist die Keimfähigkeit bei gekauftem Nackthafer sehr unterschiedlich, sie schwankt zwischen 20 und 90%. Der Grund ist, dass der Nackthafer häufig zur schnelleren Nachtrocknung dennoch – eigentlich unnötig – erhitzt wird.

Rohköstlicher Hafer enthält jedoch Enzyme, Vitamine und Eiweisse in ihrer natürlichen Form, die beim Erhitzen verloren gehen. Da das erfolgte Erhitzen auf der Verpackung nicht deklariert werden muss, sollte, wer rohköstlichen Hafer möchte, auf die freiwillige Angabe «ungedarrt» achten.

Es gibt übrigens auch Nacktsorten beim Weizen und beim Roggen.

Ist Hafer auch ein Superfood?

Mit seinen Inhaltstoffen ist der Hafer in der Tat ein echtes Superfood. Beispielsweise übertrifft er die üblichen Getreidesorten im Eiweissgehalt: Schon 100 g Hafer decken den Tagesbedarf an sechs der bekanntlich acht essentiellen Aminosäuren!

Ausserdem ist er glutenarm, ballaststoffreich, immer Vollkorn, reich an Antioxidantien, Mineralien (insbesondere Silizium, Magnesium und Eisen) – die Liste liesse sich fortsetzen.

Mehr Eisen als Fleisch!

Sogar als Fleischersatz wird er immer mehr gepriesen: Hafer enthält mehr Eisen als Fleisch und eine breite Palette an Mineralstoffen in einem für uns sehr guten Verhältnis. Wir versorgen dich regelmässig mit Neuigkeiten über gesunde Ernährung.

Dies ist besonders wichtig, da für unsere Stoffwechselprozesse die richtige Ausgewogenheit verschiedener Vitalstoffe entscheidend ist für ein möglichst gesundes Leben.

Die Vitaminbombe schlechthin

Der hohe Gehalt an einigen B-Vitaminen (insbesondere B1 und B6) hilft uns bei vielen nervlichen oder psychischen Leiden wie Schlafproblemen, Konzentrationsstörungen oder Depressionen.

Schon seit Menschengedenken wird Hafer (z. B. als Schleim) speziell bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts erfolgreich zur Kur angewendet, nicht zuletzt deshalb, weil die im Hafer enthaltene Stärke sich als sehr gut verdaulich herausgestellt hat. Für Diabetiker ist eine haferreiche Ernährung besonders interessant, da sie den Blutzuckerspiegel tief hält. Bleibe fit und abonnier unseren Newsletter.

Deshalb ist er auch zum Frühstück als Müesli oder zum Zvieri als Crumble ein wirklich gesunder, regulierender und köstlicher Begleiter des Alltages.

 

Coverbild Hans @ pixabay.com

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